DARIN · RE-LOCATE + IDENTIFY

Eine Verlagerung braucht eine belastbare Kostenkalkulation.

Was dasselbe Teil in vier Ländern kostet, berechnet aus seiner eigenen Prozesskette und aus Lohn, Energie und Gemeinkosten des jeweiligen Standorts. Und was die tatsächlichen Sätze des liefernden Werks über den Preis sagen, den Sie heute zahlen.

ZWEI HEBEL, EIN KOSTENMODELL

Dasselbe Teil, dieselbe Kalkulation, anderer Standort.

4 Länder In einem Verlagerungsszenario verglichen
Je Werk Tatsächliche Sätze statt Landesdurchschnitt
Herstellkosten Aus der Prozesskette des Teils berechnet
über 2,1 Mrd. € Analysiertes Einkaufsvolumen in 110+ Warengruppen
Herstellkosten sind nicht Landed Cost

Der Vergleich von 41 € mit 28 € betrifft nur die Herstellkosten. Eine Sourcing-Entscheidung braucht mehr.

Der Ländervergleich ist der Ausgangspunkt. Er zeigt Ihnen, ob es überhaupt etwas zu prüfen gibt. Für die Landed Cost, also die Gesamtkosten bis zum Wareneingang, sind zusätzlich die folgenden Positionen zu berücksichtigen. Im Vorgespräch sagen wir Ihnen, welche dieser Positionen wir für Ihren Fall beziffern, statt so zu tun, als steckten sie alle im Modell.

Der Entscheidungsrahmen Was davon wir beziffern, legen wir je Projekt fest
  1. 01

    Fracht und Verpackung

    Entfernung, Transportart, Packdichte und Verpackungsanforderungen fressen einen großen Teil eines Lohnkostenvorteils auf. Vor allem bei schweren oder sperrigen Teilen, wo ein Container Luft teuer wird.

  2. 02

    Zölle, Abgaben und Ursprungsregeln

    Zollsätze und Ursprungsregeln verändern, was dasselbe Teil an Ihrem Werkstor kostet, und sie ändern sich schneller als ein Kostenmodell. Das ist eine laufende Eingangsgröße, keine Konstante.

  3. 03

    Bestand und gebundenes Kapital

    Längere Transportzeiten heißen mehr Ware unterwegs und höhere Sicherheitsbestände. Das sind echte Kapitalkosten, und sie gehören auf dieselbe Seite wie der Stückpreis.

  4. 04

    Mindestbestellmengen und Losgrößen

    Ein niedrigerer Stückpreis bei einer Mindestbestellmenge von 5.000 senkt Ihre Kosten nicht, wenn Sie 800 im Jahr brauchen. Menge und Standort hängen zusammen, deshalb bewerten wir die beiden Hebel gemeinsam.

  5. 05

    Wiederbeschaffungszeit und Flexibilität

    Sechs Wochen Transport nehmen Ihnen Möglichkeiten, die Sie heute umsonst haben: auf eine Bedarfsänderung reagieren, eine fehlerhafte Charge nacharbeiten, eine Lieferung vorziehen.

  6. 06

    Qualitätskosten und Qualifizierung

    Bemusterung, Erstmusterprüfung, Audits, Reisen und die Lernkurve im neuen Werk. Das sind einmalige Kosten, die ein Stückpreisvergleich unterschlägt.

  7. 07

    Werkzeugverlagerung und Werkzeugeigentum

    Steht das Werkzeug beim heutigen Lieferanten, ist sein Umzug oder ein neues Werkzeug ein großer Kostenposten. Wem es gehört, entscheidet, ob eine Verlagerung überhaupt praktikabel ist.

  8. 08

    Währung, Energie und Risiko

    Wechselkurse, regionale Energiepreise, Kapazität, Exportkontrollen und geopolitisches Risiko stecken in der Entscheidung. Manches lässt sich beziffern, manches nur benennen. Benennen ist besser als weglassen.

R · Re-locate

Dieselbe Prozesskette, in jedem Land bepreist.

Re-locate legt keinen Länderfaktor auf einen fertigen Preis. Die Prozesskette des Teils wird mit Lohn, Energie und Gemeinkosten des jeweiligen Standorts neu berechnet. Verglichen werden also zwei Kalkulationen, nicht ein Preis mit einer Annahme.

32 €/h
Beispiel-Lohnsatz Deutschland
8 €/h
Beispiel-Lohnsatz China
01
Lohnsatz und Bedienfaktor
Beispielsätze aus dem Rechner: Deutschland 32 €/h · Polen 12 €/h · China 8 €/h · USA 28 €/h. Es zählt nicht der Satz allein, sondern die Arbeitszeit, die das Teil wirklich braucht. Die Kosten eines stark automatisierten Schritts ändern sich kaum, wenn sich der Lohn ändert.
Zwei identische Paletten mit Teilen, versandbereit neben einem Container
02
Energie und Gemeinkosten
Gemeinkosten, Energie und Betriebskosten unterscheiden sich je Standort, und seit 2022 deutlich stärker als früher. Berechnet wird mit dem Faktor des Werks, das das Teil wirklich fertigt.
03
Maschinenpark
Ein niedrigerer Lohn hilft nicht, wenn der Prozess vor Ort weniger produktiv ist. Maschinensatz und Durchsatz je Schritt gehören in den Ländervergleich, nicht als Nachtrag dazu.
04
Wo eine Verlagerung nichts bringt
Bei einem materialdominierten Teil ändert eine Verlagerung den Preis kaum, denn Material wird zu weitgehend vergleichbaren Marktpreisen eingekauft. Die Kalkulation zeigt das, bevor jemand ein Quartal in ein Sourcing-Projekt steckt.
05
Szenarien statt einer einzigen Antwort
Vier oder fünf Standorte nebeneinander berechnet, mit demselben Teil und denselben Mengen, nützen mehr als eine einzelne Empfehlung. Die Entscheidung hängt meist an Faktoren außerhalb des Kostenmodells.
Beispielrechnung

Ein Teil, zwei Standorte.

FTE-0001 ist ein lasergeschnittener und gekanteter Blechhalter, dasselbe Beispielteil wie auf allen DARIN-Seiten. Unten steht, was sich zwischen zwei Produktionsländern ändert und was nicht.

Herstellkosten im Beispiel 41 € → 28 € Dasselbe Teil, dieselbe Prozesskette, anderer Standort
Lohnsatz 32 → 12 €/h Beispielsätze aus dem Rechner
Material Unverändert Zu vergleichbaren Marktpreisen eingekauft
FTE-0001 · Blechhalter · Herstellkosten Beispiel
EingangsgrößeDeutschlandPolenWas das bewirkt
Re-locate Lohnsatz je Stunde 32 €/h 12 €/h Wirkt auf die Arbeitszeit, die das Teil tatsächlich braucht. Bei einem Teil mit wenig Handarbeit ist der Effekt klein, bei einem lohnintensiven bestimmt er das Ergebnis.
Re-locate Energie- und Gemeinkostenfaktor Faktor Deutschland Faktor Polen Hängt an den Prozesskosten, nicht am Material. Er skaliert mit Maschinen- und Arbeitszeit, nicht mit dem Gewicht des Teils.
Re-locate Materialkosten 2,12 €/kg · 13,6 kg Weitgehend gleich Stahl ist ein börsengehandelter Rohstoff. Wo das Material die Teilekosten bestimmt, ist die Verlagerung der falsche Hebel, und die Kalkulation zeigt das.
Identify Wessen Sätze die Kalkulation verwendet Sätze im Landesdurchschnitt Die tatsächlichen Sätze des benannten Werks Macht aus einem theoretischen Ländervergleich eine Aussage über einen konkreten Lieferanten: Passt dieser Preis zu dem, was die Kostenstruktur dieses Werks hergibt, oder liegt er darüber?

Beispielwerte des Blechteils FTE-0001 aus dem DARIN-Rechner. Ein Beispiel, keine Zusage. Durchschnittlich identifiziertes Einsparpotenzial aus COVALYZE Fast Track- und Plattformprojekten seit 2019. Identifiziertes Potenzial ist nicht dasselbe wie realisierte Einsparung – das Ergebnis hängt von Warengruppe, Lieferantenbasis, Mengenstruktur und Datenqualität ab.

In der Anwendung

Was dasselbe Teil in jeder Region kostet, bis hinunter zu Energie und CO₂.

Der Kostenaufbau wird je Produktionsland neu berechnet: Material, Maschine, Lohn und Rüsten, die darin enthaltenen Gemeinkosten, die Energie, die das Teil in kWh verbraucht, und das CO₂ aus dem Strommix des Landes. Daneben teilt die Lieferantenansicht das abgedeckte Einkaufsvolumen in Maschinenkapital, Energie und Lohn auf. Diese drei Treiber erklären, warum eine andere Region günstiger ist.

Kosten und CO₂ je Region Ansicht in der Anwendung
DARIN-Kostentabelle mit Deutschland, China und den USA im Vergleich, samt Gemeinkosten, Energie in kWh und CO2 in Kilogramm
Deutschland, China und die USA nebeneinander in einer Kalkulation. Die Energie wird je Land bepreist, und das CO₂ folgt aus dem Strommix des Landes in g/kWh. Die günstigste Region ist damit nicht automatisch die sauberste.
Regionale Treiber je Lieferant Ansicht in der Anwendung
DARIN-Lieferantenansicht der Wertschöpfungskette mit einer Regionentabelle für Maschinenkapital, Energie und Lohn
Je Lieferant: wo die Wertschöpfung heute liegt und was Maschinenkapital, Energie und Lohn in jeder Region kosten würden, jeweils einzeln ausgewiesen statt als ein Länderfaktor.

Screenshots aus einem Demo-Mandanten, die Lieferantennamen sind pseudonymisiert. Gezeigt sind Herstellkosten plus Energie und CO₂. Fracht, Zölle, Bestand und Qualifizierung gehören zum Entscheidungsrahmen weiter oben und werden je Projekt festgelegt.

I · Identify

Identify heißt die echte Kostenstruktur des Werks, nicht Lieferantensuche.

Den Hebel gibt es, weil ein Landesdurchschnitt wenig über den Lieferanten aussagt, der Ihnen gegenübersitzt. Zwei Werke im selben Land, mit anderen Maschinen und anderer Auslastung, fertigen zu wirklich verschiedenen Kosten. Was dazugehört und was nicht, steht hier.

COVALYZE-Spezialist stellt eine Lieferantenkostenanalyse vor
Vorgespräch, 20 Minuten
Nennen Sie uns die Sourcing-Frage. Wir sagen Ihnen, was sich berechnen lässt.
Mit einem Spezialisten sprechen
Identify leistet
Herstellkosten je Land aus der eigenen Prozesskette des Teils berechnen
Den regionalen Unterschied in Maschinenkapital, Energie und Lohn aufteilen
Den Energieverbrauch des Teils je Land bepreisen und das CO₂ aus dem Strommix des Landes ableiten
Den Landesdurchschnitt durch die tatsächlichen Sätze eines benannten Werks ersetzen
Zeigen, welche Lieferanten über dem anbieten, was ihre Kostenstruktur hergibt
Teile danach ordnen, was ein Standort- oder Lieferantenwechsel wert wäre
Identify leistet nicht
Alternative Lieferanten suchen und benennen, als Teil der Kalkulation
Einen Lieferanten vorqualifizieren oder auditieren
Eine Ausschreibung oder ein Sourcing-Event durchführen
Eine Produktionsverlagerung planen oder steuern
Garantieren, dass ein berechneter Ländervorteil bis zur Landed Cost übrig bleibt
Was wir von Ihnen brauchen

Ein Standortvergleich braucht mehr als eine Zeichnung.

Bei einer Sourcing-Frage zählt der kaufmännische Zusammenhang genauso wie die Geometrie. Was fehlt, hält die Analyse nicht auf. Es wird zu einer genannten Annahme, und wir sagen dazu, welche dieser Annahmen die Antwort ändern würde.

Je Teil, für ein Sourcing-Szenario 10 Bestandteile
01 Aktueller Lieferant und das Werk, das das Teil tatsächlich fertigt
02 Produktionsland dieses Werks
03 Aktueller Preis und Währung
04 Jahresmenge und Bestellmenge
05 Incoterms und, soweit bekannt, der Transportweg
06 Werkzeugeigentum: Ihres, das des Lieferanten oder geteilt
07 Wiederbeschaffungszeit und vereinbarte Lieferzusagen
08 Fehler- oder Reklamationsquote, soweit Sie sie erfassen
09 Bestehende Vertragskonditionen und ihre Restlaufzeit
10 Die Zeichnung oder Spezifikation, wie für jede DARIN-Berechnung
Gezahlter Preis und Menge im Vergleich zu Should-Cost je Region, Teil für Teil
DARIN-Clusteransicht mit gezahltem ERP-Preis, Menge und Should-Cost für Deutschland, China und die USA je Teil

Kundenprojekt · Portfoliounternehmen eines PE-Investors

Deutschland, Rumänien, Polen, China auf derselben Kalkulationsgrundlage.

Für eine Schweißbaugruppe aus 44 Bauteilen mit 40 kg Gewicht wurden die Kosten in einem Investorentermin live berechnet: eine strukturierte Should-Cost-Kalkulation über mehr als 1.600 € in Sekunden und 200–250+ Parameter direkt aus dem 3D-Modell. Auf derselben Kalkulationsgrundlage wurden dann Produktionsszenarien für vier Länder verglichen. Die Standortfrage wurde damit anhand einer einheitlichen, bauteilspezifischen Kalkulation beantwortet und nicht mit einer separaten Excel-Übung.

In der Warengruppe Drehteile war ein anderer Kostenhebel wichtiger: 50 Teile mit hohem Einkaufsvolumen verteilten sich auf mehr als 10 Lieferanten, und die Zersplitterung war der Befund, nicht der Standort. Welcher Hebel gewinnt, ist ein Ergebnis der Analyse.

Durchschnittlich identifiziertes Einsparpotenzial aus COVALYZE Fast Track- und Plattformprojekten seit 2019. Identifiziertes Potenzial ist nicht dasselbe wie realisierte Einsparung – das Ergebnis hängt von Warengruppe, Lieferantenbasis, Mengenstruktur und Datenqualität ab.

Die fünf Hebel

Re-locate und Identify sind zwei von fünf.

Ein Standortszenario ist selten die ganze Antwort. Mengenstruktur und Konstruktionsentscheidungen beeinflussen in der Regel ebenfalls die Kosten desselben Bauteils.

Häufige Fragen zur Global-Sourcing-Kostenanalyse.

Umfang der Kalkulation

Die Kalkulation beginnt bei den Herstellkosten: Die Prozesskette des Teils wird mit Maschinen-, Lohn-, Energie- und Gemeinkostenstruktur eines Standorts bepreist, samt der Energie in kWh und dem CO₂ aus dem Strommix des Landes. Fracht, Zölle, Bestand, Qualifizierung und Werkzeugverlagerung gehören zur Entscheidung. Im Kickoff legen wir fest, welche davon wir für Ihren Fall beziffern und welche wir als offene Punkte benennen. Ein Ländervergleich, den jemand als fertige Landed Cost ausgibt, ist eine Schätzung, die wie eine Zahl aussieht.

Umsetzung

Nicht als Teil der Kalkulation. DARIN beziffert, was ein anderer Standort oder eine andere Kostenstruktur wert wäre, und priorisiert die Teile, bei denen das am größten ist. Lieferantensuche, Qualifizierung, Ausschreibung und Verlagerungsplanung sind eigene Projekte. Die legen wir lieber ausdrücklich fest, als sie stillschweigend mitzumeinen.

Beantworten Sie die Standortfrage mit einer Kalkulation.

Schicken Sie uns ein Teil mit Lieferant, Werk, Preisen und Mengen. Sie bekommen die Herstellkosten je Standort, den Vergleich der Werkssätze und eine klare Aussage, welche Positionen der Landed Cost wir beziffert haben und welche offen bleiben.

Sourcing-Szenario berechnen lassen