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Technische Analyse und Kostenoptimierung elektrischer Kontakte

Technische Analyse und Kostenoptimierung elektrischer Kontakte

Der Fall in Kürze

Aus 45 CAD-Dateien und 132 geprüften Kontaktvarianten wurde sichtbar, welche Materialien den Preis treiben. Ein US-Automobilzulieferer ging damit in die Lieferantenverhandlung und fand ein Optimierungspotenzial im Millionenbereich.

45

analysierte CAD-Dateien

172

gefundene Varianten

Branchen

Automotive Fertigung Elektrische Kontakte Einkaufsberatung

Veröffentlicht

Autor

Covalyze Team

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Ausgangslage

Auf einen Blick

Ingenieur und Analyst sehen sich technische Zeichnungen auf einem Tablet an
Technische Auswertung und kaufmännische Bewertung liefen von Projektbeginn an eng zusammen.

Unser Kunde

Unser Kunde ist eine internationale Beratungsgruppe. Sie begleitet einen weltweit tätigen Industriekonzern dabei, seinen Einkauf neu aufzustellen: mehr aus dem Einkaufsvolumen herausholen, die Lieferantenbasis widerstandsfähiger machen und die Leistung in einer komplexen internationalen Lieferkette verbessern.

Der Automobilzulieferer wollte wissen, was die Kosten einer sehr speziellen Gruppe elektrischer Kontaktbauteile tatsächlich treibt. Was zunächst nach einem überschaubaren Datensatz von 45 CAD-Dateien aussah, enthielt technische Angaben zu 172 Varianten, versteckt hinter verschachtelten Zeichnungsstrukturen, großformatigen Unterlagen und eingebetteten Verweisen aus dem Einkaufssystem.

Mit COVALYZE PartIQ und COVALYZE Analytics hat das Projektteam für jede relevante Kontaktvariante offengelegt, welche technischen Merkmale sie hat, woraus sie besteht und wie sich ihre Kosten zusammensetzen. Daraus wurde eine belastbare Grundlage für Lieferantenverhandlungen, für die Materialoptimierung und für Sourcing-Entscheidungen.

Kennzahlen

45 analysierte CAD-Dateien

Der Zeichnungsumfang, den der Kunde geliefert hat.

172 gefundene Varianten

Technische Varianten, die beim Auslesen und bei der Variantenerkennung auftauchten.

132 geprüfte Kontaktvarianten

So viele fertigungsrelevante Datensätze blieben nach der Bereinigung übrig.

0,01 g Rechengenauigkeit

Bis in diese Feinheit wurden Gewicht und Materialanteile gerechnet.

> 12 Mio. $ bewertetes Einkaufsvolumen

Über dieses Sourcing-Volumen wurde das Kostenmodell gegen Benchmarks geprüft.

> 55 % Materialanteil an den Kosten

Das Halbzeug war der größte direkte Kostentreiber.

02

Die Aufgabe

Die Herausforderung

Schon bei der ersten Durchsicht der Zeichnungen für die sogenannten Context Contacts war dem Projektteam klar, wie ungewöhnlich komplex dieser Datensatz war.

Komplexität, die in den Zeichnungen steckt

Zum Projekt gehörten zunächst nur 45 CAD-Dateien. In jeder steckten jedoch umfangreiche Angaben und zusätzliche Variantennummern aus dem Einkaufssystem. Eine einzelne Zeichnung enthielt zahlreiche technische Details, darunter:

  • » Länge, Breite und Dicke
  • » Anzahl der kundenspezifischen Biegungen
  • » Die jeweiligen Materialschichten
  • » Oberflächenkennzeichnungen
  • » Eine definierte Grundfläche
  • » Fertigungs- und lieferantenbezogene Anforderungen, als Textelemente direkt in den Zeichnungen hinterlegt

Blinder Fleck

Ein Teil der Dateien lag im Format DIN A0 und enthielt große Variantentabellen. Viele gängige Verfahren kommen damit nicht zurecht, auch solche, die erst auf Ihren Daten trainiert werden müssen.

Der Kunde brauchte einen verlässlichen Weg, aus diesen sehr komplexen technischen Unterlagen strukturierte Daten zu machen und zu beziffern, was die gestiegenen Rohstoffpreise kaufmännisch tatsächlich bedeuten.

Große technische Zeichnung wird im Detail geprüft
Die eigentliche Schwierigkeit lag in der versteckten Komplexität weniger übergroßer technischer Dateien.
03

Ablauf

Unser Vorgehen

Phase 01

Zeichnungen digitalisieren und Merkmale auslesen

Mit COVALYZE PartIQ hat das Projektteam alle technischen Zeichnungen digitalisiert und für jede Variante die Merkmale strukturiert ausgelesen.

Varianten auslesen

Die automatische Erkennung von Teilenummern und Varianten, zusammen mit Large Document Processing, zeigte: Die ursprünglichen 45 CAD-Dateien enthielten technische Angaben zu 172 Varianten.

Warengruppe bereinigen

Nach der Klassifizierung blieben 132 gültige Kontaktvarianten. Ausgeschlossen wurden:

  • » MRO-Bestellungen (Maintenance, Repair & Operations)
  • » Weitere Warengruppen, die nicht dazugehörten und versehentlich im Datensatz gelandet waren

Schichtaufbau prüfen

Für jede Variante hat das Team den dreischichtigen Materialaufbau geprüft:

L1
Eine Grundschicht aus Kupfer
L2
Eine Trägerschicht dazwischen
L3
Eine Silberbeschichtung
Phase 02

Technische und kaufmännische Analyse

Mit COVALYZE Analytics hat das Team die ausgelesenen Parameter und die Einkaufswerte vollautomatisch in einem technischen Kostenmodell ausgewertet.

Auswertung der Lieferantenmargen
Die ausgelesenen technischen Merkmale wurden mit Rohstoffpreisen und Margen zusammengeführt, um die kaufmännische Wirkung zu beziffern.

Technisches Kostenmodell

Für jede geprüfte Variante hat das System ermittelt:

  • » das genaue Gewicht
  • » die Materialanteile
  • » die Rohstoffzusammensetzung des jeweiligen Bauteils

Die Genauigkeit reichte bis auf 0,01 Gramm. Bei dem hohen Silberanteil zählt das: Schon kleine Abweichungen schlagen in der Serie deutlich auf die Kosten durch.

Rohstoffrisiko

Die Rohstoffkosten wurden mit den aktuellen Marktnotierungen verglichen. Preisentwicklung der vergangenen 12 Monate:

Silber +178 %
Kupfer +38 %
Grundmaterial +20 %

Die Lieferanten forderten deutliche Preiserhöhungen, weil das Rohmaterial zum zentralen Kostentreiber geworden war.

Was das kaufmännisch bedeutet

Eine vollständige Kostenrechnung über 12 Mio. $ Einkaufsvolumen, einschließlich der Margen je Lieferant, zeigte:

Kostenwirkung
Größter Kostentreiber

Mehr als 55 % der direkten Herstellkosten entfielen auf das Halbzeug (Bandmaterial)

Restliche Kosten

Verteilen sich fast gleichmäßig auf:

Lohnkosten Maschinenkosten
Phase 03

Szenarien für die Optimierung

Auf Basis der Analyse hat das Team gezielte Optimierungsszenarien entwickelt:

Szenario 01

Silber ersetzen, wo es technisch möglich ist

Szenario 02

Rohmaterial über günstigere Bezugswege beschaffen

Szenario 03

Die Lieferantenbasis strategisch neu ausrichten, besonders angesichts der weltweiten Handelsbeschränkungen

Bereits erkanntes Risiko

Die ausgewerteten 45 CAD-Dateien deckten nur rund 30 % des gesamten Warengruppenvolumens ab. Trotzdem reichte die Analyse bereits aus, um ein Kostenrisiko im Millionenbereich sichtbar zu machen.

Szenarien für Lieferantenverlagerung und Sourcing
Mit COVALYZE Analytics vergleicht das Sourcing-Team anschließend strategische Optionen, statt auf die Forderungen der Lieferanten zu reagieren.
04

Wirkung im Einkauf

Das Ergebnis

Das Team hat 132 geprüfte Kontaktvarianten technisch durchgerechnet, die Materialkosten im Detail bewertet und jeden Lieferanten kaufmännisch eingeordnet. Damit hat der Kunde eine belastbare Grundlage, um Preise aktiv zu steuern.

Bereit für die Verhandlung

Damit konnte das Unternehmen:

  • » die tatsächlichen Kostentreiber hinter den Preiserhöhungen der Lieferanten benennen
  • » in Lieferantenverhandlungen stärker auftreten
  • » Maßnahmen nach Fakten priorisieren statt nach Annahmen
  • » die Rohstoffabhängigkeit in einem stark schwankenden Markt aktiv steuern
Christian Haas, CEO der valunoo GmbH

„Wir sind stolz darauf, zeigen zu können, wie aus einem zersplitterten, schwer zu verarbeitenden technischen Datenbestand eine klare Entscheidungsgrundlage für Einkauf, Kostenoptimierung und strategisches Sourcing geworden ist.“

Christian Haas CEO, valunoo GmbH
Kennzahlen
45 analysierte CAD-Dateien

Der Zeichnungsumfang, den der Kunde geliefert hat.

172 gefundene Varianten

Technische Varianten, die beim Auslesen und bei der Variantenerkennung auftauchten.

132 geprüfte Kontaktvarianten

So viele fertigungsrelevante Datensätze blieben nach der Bereinigung übrig.

0,01 g Rechengenauigkeit

Bis in diese Feinheit wurden Gewicht und Materialanteile gerechnet.

> 12 Mio. $ bewertetes Einkaufsvolumen

Über dieses Sourcing-Volumen wurde das Kostenmodell gegen Benchmarks geprüft.

> 55 % Materialanteil an den Kosten

Das Halbzeug war der größte direkte Kostentreiber.

Silber +178 %
Kupfer +38 %
Grundmaterial +20 %
Strategische Wirkung

Was als Auswertung technischer Zeichnungen begann, wurde zu einem strategischen Programm für Kostentransparenz.

Von der technischen Prüfung zur Preissteuerung

Weil Geometrie, Materialaufbau und Kostenstruktur offen auf dem Tisch liegen, führt der Kunde die Gespräche mit seinen Lieferanten nicht mehr reaktiv. Er steuert die Preise mit Zahlen und geht die Optimierungen gezielt an.