Kurzfassung
Auf einen Blick
Die Ausgangslage
Am Anfang stand ein Private-Equity-Investor, der die Ergebnisse aus einem seiner Portfoliounternehmen bereits kannte. Im Termin haben wir 20 Zeichnungen, die er mitgebracht hatte, live mit PartIQ getestet und nachträglich durchgerechnet.
Die Reaktion kam sofort. Nachdem er das Ergebnis gesehen hatte, brachte der Investor ein weiteres Portfoliounternehmen ins Spiel und machte deutlich, dass dort noch mehr zu holen sein dürfte: ein Anlagenbauer im deutschsprachigen Raum außerhalb Deutschlands, mit stark kundenspezifischen Schweißbaugruppen, viel Konstruktions-Know-how und dem Bedarf, schneller und verlässlicher zu kalkulieren.
Mit COVALYZE PartIQ und COVALYZE Analytics verschob sich das Gespräch schnell vom technischen Nachweis zu einer größeren Frage: Wie viel mehr bringt die Should-Cost-Rechnung, wenn dasselbe Unternehmen von 2D-Zeichnungen auf 3D-Modelle umstellt?
Kennzahlen
Vom Investor im Termin mitgebracht und nachträglich mit PartIQ gerechnet.
Vollständige, strukturierte Kostenaufstellung, erzeugt während des Investorentermins, ohne Vorverarbeitung und ohne Vorbereitung.
Eine kaufmännisch relevante Schweißkonstruktion mit mehreren Fertigungsschritten.
Das Teil aus der Vorführung war kleiner als in früheren Projekten, aber komplex genug für den Nachweis.
Should-Cost-Ergebnis, im Investorengespräch in Sekunden gerechnet.
Ein typisches 3D-Modell liefert deutlich mehr strukturierte Kalkulationsdaten als eine 2D-Zeichnung.
Problemstellung
Der Ausgangspunkt
Das war kein Start bei null. In einem früheren Projekt hatten wir beim Portfoliounternehmen bereits sehr komplexe 2D-Zeichnungen von Schweißbaugruppen ausgewertet, mit gutem Ergebnis. Die Frage war also nicht, ob sich aus Zeichnungen kalkulieren lässt, sondern wie viel detaillierter, schneller und alltagstauglicher der Ablauf mit 3D wird.
Was 2D bereits gezeigt hatte
- » Mehr als 100 Teile im früheren Projekt mit 2D-Zeichnungen
- » Große Schweißbaugruppen für Lagerkonstruktionen, Krananlagen und andere kundenspezifische Konstruktionen
- » Bis zu 1,5 Tonnen bei den größten Baugruppen im historischen Datenbestand
- » Sehr kleine Stückzahlen je Konstruktion, selbst die größte kam nur auf etwa fünf Stück
Die Stärke des Unternehmens liegt nicht im Stahlbau, sondern in der Automatisierungs- und Steuerungstechnik. Den Stahlbau vergibt es nach außen, um dem Kunden die komplette Anlage liefern zu können. Genau deshalb zahlt sich hier eine belastbare Should-Cost-Rechnung gegenüber Lieferanten besonders aus.
Warum 2D trotzdem an Grenzen stieß
- » Die Zeichnungsqualität schwankte stark zwischen neueren Zeichnungen aus dem CAD und älteren, uneinheitlichen Altbeständen
- » Bei Schweißbaugruppen musste jedes einzelne Bauteil auf der Zeichnung separat erfasst werden, um Materialbedarf und Gesamtgewicht abzuleiten
- » Selbst bei eingespieltem Ablauf liefert 2D meist nur 25–30 strukturierte Parameter für die Should-Cost-Rechnung
- » Beim zweiten Portfoliounternehmen kam eine kulturelle Hürde dazu: Die Geschäftsführung war offen für Veränderung, die Ebene darunter blieb skeptisch gegenüber Vorschlägen von außen
Solide Ausgangsbasis
Trotz uneinheitlicher 2D-Quelldaten kam das frühere Projekt auf eine Modellgüte von fast 90 Prozent, sobald die Daten aus den Zeichnungen mit den ERP-Daten verknüpft waren. Das hat den Investor überzeugt. Und es führte direkt zur nächsten Frage: Was passiert, wenn statt Zeichnungen saubere 3D-Geometrie hineingeht?
Vorgehen
Was sich mit 3D ändert
Der Unterschied ist nicht kosmetisch, sondern strukturell.
Die entscheidende Frage des Investors war einfach: Was bringt es wirklich, dieselbe Rechnung mit 3D-Modellen statt mit 2D-Zeichnungen zu machen? Die Antwort war ebenso einfach. Die nutzbare Datentiefe ändert sich massiv.
Auswertung von 2D-Zeichnungen
Werkstoff, Toleranzen, Anforderungen an Oberfläche und Rauheit, Prozesshinweise für den Lieferanten, Prüfvorgaben, Kennzeichnungsvorschriften und Basisgeometrie wie Länge, Breite, Höhe und Gewicht.
Auswertung von 3D-Modellen
Bohrungen, Gewinde, Schweißnähte, saubere Geometrie, explizite Fertigungsmerkmale und damit eine deutlich breitere Grundlage für die strukturierte Herstellkostenrechnung.
3D-Should-Cost in Echtzeit, an einer echten Baugruppe nachgewiesen
Im Termin zeigte sich sofort, was das System unter realen Bedingungen leistet.
Eine komplexe 3D-CAD-Baugruppe wurde in Echtzeit in COVALYZE geladen. Der Datensatz hatte die Komplexität, die in der Industrie üblich ist: eine Schweißkonstruktion aus 44 Einzelteilen, 40 Kilogramm Gesamtgewicht und erwartete Herstellkosten von mehr als 1.600 €.
Die Plattform erzeugte noch im Termin eine vollständige, strukturierte 3D-Should-Cost-Analyse, direkt aus der hochgeladenen Baugruppe, so wie sie war.
Ergebnis der Vorführung
Vollständige 3D-Should-Cost-Rechnung, live erzeugt für eine Schweißbaugruppe aus 44 Bauteilen, mit mehr als 1.600 € errechneten Herstellkosten.
44
Bauteile
40 kg
Gewicht der Baugruppe
1.600 €+
Errechnete Herstellkosten
Das widersprach der Erwartung im Raum. Angenommen wurde, dass eine strukturierte Kalkulation auf detaillierten 3D-Konstruktionsdaten viel Handarbeit oder Auslegung im Vorfeld braucht. Stattdessen lag die fertig gerechnete, strukturierte Kostenaufstellung noch im selben Termin auf dem Tisch, verwendbar ohne Nacharbeit.
Danach ging es im Gespräch um den Einsatz, nicht mehr um die Machbarkeit.
Aus dem technischen Nachweis wurde ein Gespräch über den Einsatz im Tagesgeschäft, konkret darüber, wozu eine 3D-Kostenrechnung in Echtzeit taugt:
- Kalkulationen aus der Konstruktion schneller und genauer machen
- Lieferanten belastbarer bewerten und verhandeln
- Angebote über die Portfoliounternehmen hinweg einheitlicher kalkulieren
Die Frage war nicht mehr theoretisch: Im laufenden Termin war zu sehen, dass das Verfahren einsatzfähig ist und sich auf mehr Teile ausweiten lässt.
Warum PartIQ auch im Tagesgeschäft verlässlich rechnet
Wie gleichmäßig und wie tief das Ergebnis ausfällt, hängt daran, wie COVALYZE mit 3D-Geometrie umgeht. Die Kostenparameter kommen aus der Teilestruktur selbst, deshalb lassen sich die Ergebnisse über unterschiedliche Baugruppen und Komplexitätsgrade hinweg wiederholen.
Die Kosten kommen aus dem Teil selbst
PartIQ liest das 3D-Modell und leitet die Kostenparameter direkt aus der Geometrie ab. Das Ergebnis bildet die tatsächliche Struktur der Baugruppe ab, nicht eine Näherung davon.
Fertigungsverfahren passend zum Teil
Aus der Geometrie ergibt sich der Fertigungsweg. Am Ende steht eine strukturierte Kalkulation, die zeigt, wie jedes Bauteil tatsächlich hergestellt würde.
Jedes Bauteil nach Fertigungsverfahren eingeordnet
Blechteile, zerspante Teile und Schweißkonstruktionen werden jeweils mit der Prozesslogik gerechnet, die für sie gilt. Welche Kostenparameter greifen, hängt davon ab, wie das Teil gefertigt wird.
Wirkung
Das Ergebnis
Die Vorführung überzeugte so weit, dass direkt danach Folgetermine mit dem Geschäftsführer des zweiten Portfoliounternehmens im Kalender standen. Aus einer technischen Demonstration wurde ein konkreter Plan für bessere Kalkulationen in der Konstruktion und für wettbewerbsfähigere Angebote.
Was Konstruktion und Vertrieb damit machen können
- » Eine Referenzzeichnung oder eine neue 3D-Baugruppe hochladen und in Sekunden eine strukturierte Herstellkostenrechnung erhalten
- » Prozessschritte direkt anpassen, etwa die Lackierung streichen, wenn eine neue Baugruppe unbeschichtet bleibt
- » Den Schweißaufwand mit expliziten Faktoren ansetzen statt mit groben Zuschlägen nach Daumenregel
- » Bekannte Kosten für Blechzuschnitt, Bohren und Fertigung von einer Referenzbaugruppe auf neue Stückzahlen oder Varianten hochrechnen
- » Bei stark kundenspezifischen Projekten schärfer anbieten und den Preis trotzdem begründen können
Verlagerungsszenarien
Dieselbe Plattform rechnet auch Szenarien für Sourcing und Produktionsverlagerung zwischen Regionen. Über erweiterbare regionale Kostenparameter für Greenfield-Rechnungen lassen sich Kostenstrukturen systematisch vergleichen, statt jede Standortentscheidung erneut in einer eigenen Tabelle aufzubauen.
Vom Investor im Termin mitgebracht und nachträglich mit PartIQ gerechnet.
Vollständige, strukturierte Kostenaufstellung, erzeugt während des Investorentermins, ohne Vorverarbeitung und ohne Vorbereitung.
Eine kaufmännisch relevante Schweißkonstruktion mit mehreren Fertigungsschritten.
Das Teil aus der Vorführung war kleiner als in früheren Projekten, aber komplex genug für den Nachweis.
Should-Cost-Ergebnis, im Investorengespräch in Sekunden gerechnet.
Ein typisches 3D-Modell liefert deutlich mehr strukturierte Kalkulationsdaten als eine 2D-Zeichnung.
An diesem Datenbestand wurde sichtbar, dass die Warengruppe kaufmännisch relevant ist.
Fast 90 Prozent, trotz uneinheitlicher Qualität der 2D-Zeichnungen.
Der frühere Datenbestand enthielt sehr große Schweißkonstruktionen aus der Logistik.
Der Termin hat gezeigt: Should-Cost auf 3D-Basis ist keine technische Spielerei mehr. Konstruktion, Vertrieb und Sourcing können ihre Entscheidungen auf das Ergebnis stützen.
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„Vor solchen Analysen wurden die Kosten neuer Projekte oft geschätzt: Man verglich eine neue Baugruppe mit einer schon gebauten und schlug einen groben Faktor auf. Nach der Vorführung war der Weg klar: Angebote auf eine strukturierte Herstellkostenrechnung stützen statt auf eine Näherung. Das bringt schnellere Angebote, bessere Sourcing-Entscheidungen und eine deutlich stärkere kaufmännische Position für Hersteller im Projektgeschäft.“