Branchenkontext
Einkauf in der Automobilindustrie
Operating Context
Gleiche Teile über Baureihen hinweg finden und das Volumen bündeln.
Der Automobileinkauf arbeitet mit tausenden Teilenummern über mehrere Baureihen. Fast identische Teile werden getrennt vergeben, und das gebündelte Volumen verschwindet zwischen den Plattformen und Modelljahren. Blechhalter, Drehteile, Steckverbinder und Baugruppen vermehren sich in den Stücklisten, weil kein System Zeichnung, Einkaufsvolumen und Lieferant über Programme hinweg zusammenbringt. Am Ende kauft dasselbe Unternehmen dieselbe Geometrie zu drei Preisen bei drei Lieferanten, ohne einen Weg zur Bündelung. COVALYZE findet die Ähnlichteile und stellt Lieferantenpreise über die technischen Merkmale nebeneinander. OEM- und Tier-1-Einkäufer machen daraus eine Warengruppenstrategie und gehen mit Zahlen in die Verhandlung, die der Lieferant nachrechnen kann.
Einkaufsrealität
Was den Einkauf in der Automobilindustrie schwer macht
Der Automobileinkauf arbeitet in großen Stückzahlen, mit schmalen Margen und gegen Just-in-time-Termine. OEMs und Tier-1-Lieferanten verwalten tausende Umformteile, Drehteile, Steckverbinder, Elektronikbauteile, Baugruppen und plattformspezifische Varianten über Verbrenner-, Hybrid- und Elektroprogramme hinweg. Schwierig wird es, diese Teile vergleichbar zu machen, denn jede Baureihe bringt eigene Stücklistenstruktur, eigene Zeichnungen, eigene Lieferanten, eigene Stückzahlen, eigene PPAP-Historie und eigene Preisentwicklung mit. Solange technische und kaufmännische Daten getrennt bleiben, gehen Ähnlichteile, der Preisvergleich zwischen Lieferanten, die Should-Cost-Rechnung und die Volumenbündelung verloren. Margendruck, schwankende Materialpreise und kurze Vergabefenster machen es nötig, aus Zeichnungen, ERP-Daten und Angeboten etwas zu machen, mit dem sich verhandeln lässt.
Wo der Aufwand hängen bleibt
Identische und fast identische Teile werden je Baureihe getrennt vergeben, weil kein System Zeichnung, Stückliste und Angebot zusammenführt. Das gebündelte Volumen und der Preisvergleich gehen zwischen den Teams verloren.
Zu viele Teilevarianten
Sehr viele Bauteile über Modelle und Varianten hinweg. Gleiche oder ähnliche Teile werden getrennt beschafft, und das kostet Geld.
Kostendruck bei festen Qualitätsvorgaben
Die Teilepreise sollen sinken, während Qualitäts- und Sicherheitsvorgaben unverändert gelten. Ein Qualitätsproblem kann in einem Rückruf enden.
Abhängigkeit von Just-in-time
In der Just-in-time-Fertigung legt jede Lieferverzögerung und jeder Bestandsengpass die Linie still. Die Zuverlässigkeit des Lieferanten entscheidet mit.
Verzweigtes Lieferantennetz
Über OEM, Tier 1 und Tier 2 hinweg lassen sich Preise und Leistung der Lieferanten kaum gegeneinander stellen.
Schwankende Märkte
Preise für Stahl, Kunststoff und Elektronik bewegen sich schnell, die Nachfrage ebenso. Vergabeentscheidungen brauchen aktuelle Marktdaten.
Das Vorgehen von COVALYZE
Von der Zeichnung zum Verhandlungsargument
Was COVALYZE übernimmt
COVALYZE liest mit PartIQ CAD-Zeichnungen und Spezifikationen aus und zeigt, wann zwei Teile praktisch dasselbe sind oder sich in den Spezifikationen überschneiden. Der Einkauf legt die Varianten zusammen und verhandelt über das größere Volumen.
Angebote, Qualitätsbewertungen und Liefertreue stehen über die Lieferantenbasis hinweg nebeneinander. Sie sehen, welcher Lieferant liefert und welcher Preis aus dem Rahmen fällt. Marktdaten zu Automobilbauteilen laufen mit, sodass steigende Materialpreise und Lieferrisiken früh genug für eine Anpassung von Verträgen und Vergabestrategie sichtbar werden. Einkaufs- und Lieferantendaten liegen an einer Stelle, vom Preis je Teil bis zur Liefertreue. Damit lassen sich die Materialkosten senken, ohne die Qualität oder den Produktionsplan anzutasten.
Ergebnisse
Was der Einkauf davon hat
01
Niedrigere Teilepreise
Doppelte Vergaben entfallen, weil gemeinsame Teile über Modelle hinweg sichtbar sind. Das gebündelte Volumen ist das Argument in der Verhandlung.
02
Bessere Lieferleistung
Sie verfolgen Qualität und Liefertreue Ihrer Lieferanten und vergeben an die, die pünktlich und vollständig liefern.
03
Versorgung bleibt stabil
Frühe Hinweise auf Lieferverzögerungen und Marktengpässe halten die Just-in-time-Versorgung stabil und senken das Risiko eines Bandstillstands.
04
Kürzere Vergaberunden
Anfrage und Lieferantenauswahl gehen schneller, weil die technischen Anforderungen bereits ausgewertet vorliegen.
05
Grundlage für Make-or-Buy
Der Einkaufsleiter sieht die Ausgabenstruktur und ihre Entwicklung und entscheidet auf dieser Basis über Make-or-Buy, Lieferantenkonsolidierung und Standardisierung.
Zusammen
Vergaben, die im Budget bleiben und im Audit standhalten.
Anwendung
Wo der Effekt zuerst ankommt
Diese Beispiele zeigen, welche Arbeiten im Einkauf messbar werden, sobald Zeichnungen, Stücklisten, Lieferanten- und Ausgabendaten zusammenliegen.
Fall 01
Standardisierung bei Halterungen und Verbindungselementen
Ein globaler Automobil-OEM hat mit COVALYZE die Zeichnungen von Verbindungselementen und Halterungen über mehrere Baureihen ausgewertet. Mehrfach lag dasselbe Design doppelt vor. Nach der Standardisierung und der Vergabe größerer Mengen an einen Lieferanten lagen die Kosten dieser Teile 10 % niedriger, und die Lieferkette wurde einfacher.
Fall 02
Lieferanten im Vergleich
Ein Automobilzulieferer hat seine Lieferanten mit COVALYZE verglichen. Ein Lieferant lag bei Preis und Fehlerquote in einer Warengruppe durchgehend besser. Das Unternehmen hat mehr Volumen dorthin verlagert, die Qualität verbessert und die Einkaufskosten gesenkt.
Fall 03
Engpass bei Halbleitern früh erkannt
Als die Marktdaten in COVALYZE stark steigende Wiederbeschaffungszeiten für Elektronikbauteile zeigten, hat ein Einkaufsteam kritische Halbleiter früher als sonst gesichert. Der drohende Engpass hat den Produktionsplan nicht erreicht, und Stillstandskosten in Millionenhöhe sind ausgeblieben.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Einkauf in der Automobilindustrie
Fragen, die Einkauf, Entwicklung und Warengruppenverantwortliche stellen, wenn sie COVALYZE in der Automobilindustrie prüfen.