Ein mittelständischer Industriehersteller in der Energietechnik, ein Hidden Champion für Komponenten in der Mittel- und Hochspannung, kurz zuvor von einem Private-Equity-Investor übernommen, wollte wissen, was die Lieferantenpreise in seiner Warengruppe Drehteile tatsächlich treibt.
Schwierig war nicht die Auswertung, sondern die Datenlage: Die kaufmännischen Daten lagen in SAP, die technischen Zeichnungen in davon getrennten Entwicklungssystemen, und wer eine Datei brauchte, zog sie einzeln über die Teilenummer. Die Zeichnungen reichten von aktuellen digitalen Dateien bis zu handschriftlichen Dokumenten aus dem Jahr 1995.
COVALYZE PartIQ hat die 50 Teile mit dem höchsten Einkaufsvolumen digitalisiert und Geometrie, Werkstoff und Fertigungsparameter strukturiert ausgelesen. COVALYZE Analytics hat diese technischen Daten mit den Ausgaben- und Lieferantensätzen aus dem ERP verknüpft und zum ersten Mal beziffert, welche Größen den Preis wirklich bewegen. Allein die Stückzahl erklärt 33 % des Preiseffekts, auf 1 % genau. Rund 50 Werkstoffbezeichnungen hat das Team zu 10 Werkstoffklassen zusammengezogen, und über ein durchschnittliches Jahresvolumen von 350 Tsd. € sind 29 Tsd. € Einsparpotenzial identifiziert.
Aus der eng gefassten Kostenanalyse wurde der Anfang von mehr: weitere Warengruppen, Auswertungen auf Baugruppenebene und ein belastbares Argument gegenüber dem PE-Investor, die technischen Unterlagen im ganzen Unternehmen zu digitalisieren.