Ein weltweit tätiger Einkäufer von bestückten Leiterplatten stand vor einem bekannten Problem: Die Lieferanten kündigten deutliche Preiserhöhungen an und begründeten sie mit gestiegenen Rohstoffkosten. Nur konnte im Einkauf niemand diese Begründung strukturiert prüfen oder beziffern, wie stark die Rohstoffpreise das eigene Einkaufsvolumen wirklich belasteten.
COVALYZE Analytics hat 45 Stücklisten von drei Lieferanten auf eine gemeinsame Struktur gebracht: einheitliche Bauteilklassen, einheitliche Mengenfelder, einheitliche Werkstoffangaben. Für 6–7 ausgewählte Designs entstand eine vollständige Kostenrechnung auf Bauteil- und Prozessebene. Sie zeigt: Die Lotpaste ist im gewichteten Mittel um rund 35 % teurer geworden, der größte Kostentreiber sind in den meisten Baugruppen aber die aktiven Bauteile und nicht die Rohstoffe.
Über ein Einkaufsvolumen von mehr als 50 Mio. € liegen die Kostenstrukturen jetzt offen. Der Einkäufer geht mit gerechneten Zahlen in die Verhandlung, statt auf die Darstellung der Lieferanten zu reagieren.